Isselbach hieß früher Usselbach.
Der Name geht auf die adlige Familie von Usselbach zurück.
Es gab ein Ober- und ein Niederusselbach;
ersteres ist im 30jährigen Krieg zerstört worden,
Niederusselbach, das heutige Isselbach,
war Sitz der 1355 erstmals urkundlich erwähnten Vogtei.

Die gut erhaltene spätgothisch-barocke Kapelle entstand
vermutlich um 1500, ebenso die größere der beiden
Isselbacher Kirchenglocken.
1643 wurde die Vogtei Isselbach von der Grafschaft
Peter Melanders von Holzappel erworben.
Zu diesem Zeitpunkt nahmen auch alle Einwohner
den reformierten Glauben an.
In den Jahren zuvor war Graf Johann von Nassau-Hadamar
Besitzer der Vogtei; er erhielt 64.000 Reichstaler.
Bereits 1718 ist die erste Schule erwähnt.
1824 wurde eine neue Schule im Stil des nassauischen Klassizismus erbaut.
Sie existiert noch heute und steht unter Denkmalschutz.
Sie wurde 1990/91 zum Bürgerhaus umgebaut.
Die Ortsgemeinderatssitzungen finden im ehemaligen Schulsaal statt,
der auch für Familienfeiern bestens geeignet ist.

Nicht umsonst zieren Fische das Isselbacher Wappen:
In früheren Jahren war der Fischfang in Isselbach sehr ertragreich;
außer Forellen gab es auch Hechte und Weißfische,
die man mit dem Hebgarn fing.
Das Motiv war auch auf dem Familienwappen derer von Usselbach
zu finden; orange-gelb und blau symbolisieren die nassauischen Farben.

Isselbach besteht seit 1973 aus drei Ortsteilen: Isselbach,
Giershausen und Ruppenrod mit derzeit insgesamt 407 Einwohnern.
Die Gemeinde im waldreichen Gelbachtal stellt eine ländliche Wohngegend
mit kleineren Landwirtschaftsbetrieben ohne größeres Gewerbe dar.
Mitten in einem herrlichen Wandergebiet gelegen,
bietet eine Gaststätte in Isselbach Möglichkeit zur Rast.
Ein reges Vereinsleben sorgt für zahlreiche kulturelle
und sportliche Aktivitäten, wodurch auch viele festliche Veranstaltungen