Westerwald/Limburg -
Beamte des Rauschgiftkommissariats der Polizeidirektion Limburg haben einen 24-jährigen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, gewerbsmäßig Heroin an etliche Konsumenten verkauft zu haben. Der aus Zentralasien stammende Tatverdächtige, der im Westerwaldkreis gemeldet ist, sich aber regelmäßig in Limburg aufgehalten hatte, ist bereits 2005 wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vom Amtsgericht Westerburg zu einer Jugendstrafe verurteilt worden.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand dürfte der 24-jährige seit knapp einem Jahr Heroinabhängige aus dem Raum Limburg mit dem illegalen Rauschgift versorgt haben. Bei Kontrollmaßnahmen konnten die Zivilfahnder über vier Wochen verteilt mehrere Personen vorübergehend festnehmen, die jeweils kleine Heroinportionen von dem Tatverdächtigen erworben hatten. Es handelt sich um Drogenabhängige aus dem Landkreis Limburg-Weilburg im Alter von 26 bis 38 Jahren, die mehrheitlich polizeibekannt sind. Bei ihnen wurden jeweils Heroinplomben aufgefunden und sichergestellt.
Bei der richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des mutmaßlichen Heroindealers in der Verbandsgemeinde Rennerod und in einer Bauchtasche, die der Tatverdächtige kurz vor seiner Festnahme in der Hecke eines unbefestigten Fußweges in Limburg gebunkert hatte, konnten insgesamt etwa 20 Gramm Heroin, Bargeld und auch etwas Haschisch sichergestellt werden. Die Beamten des Rauschgiftkommissariats gehen am Ende dieses Ermittlungserfolgs davon aus, dass der 24-jährige täglich mindestens 30 portionierte Plomben von jeweils etwa 0,15 Gramm Heroin an mehr als 20 Abnehmer verkauft hat. Für den Preis von 20 Euro je Heroinplombe kaufte er immer wieder neues Rauschgift in Holland und deckte so seine eigene Heroinsucht ab.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Limburg wurde der Tatverdächtige der Ermittlungsrichterin beim Amtsgericht Limburg vorgeführt, die Untersuchungshaft anordnete. Seitdem sitzt der junge Mann in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen zu den zahlreichen Abnehmern der illegalen Rauschdrogen sind noch nicht abgeschlossen.
(Quelle: Rhein-Zeitung 11.04.2011)
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